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WAS VOM LESER ÜBRIG BLEIBT.

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Verlag Hermann Schmidt, Mainz

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640 Seiten, erschienen im Oktober 2013

Category

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NZZ am Sonntag, 1.12.2013, Manfred Papst: Zettel-Träume

»Ein dickes und klobiges Buch liegt vor uns, zudem ein teures.
Doch es ist jeden Franken wert. Denn die 1979 in Hamburg geborene Konzeptkünstlerin Shakti Paqué hat eine originelle Idee überzeugend umgesetzt.
Sie hat 587 Fundstücke aus antiquarischen Büchern gesammelt: Zeitungsausschnitte, Briefe und Ansichtskarten, Prospekte, Fotos, Lesezeichen, Manus- und Typoskripte, Quittungen, Kalenderblätter, vieles mehr.
Diese Trouvaillen bildet sie in ihrem Buch ab, farbig und in Originalgrösse – und mit dem Hinweis darauf, in welchem Werk sie den jeweiligen Zettel gefunden hat.
Da ergeben sich Kombinationen, die man origineller und abgründiger nicht erfinden könnte.
In einer 1943er Reclam-Ausgabe von Theodor Storms »Immensee« findet sich eine Reklame für Kondensmilch der Marke Eka mit Blumenkranz und glücklichen Kühen, in einer Ausgabe des Neuen Testaments durch die American Bible Society liegt ein Bogen deutscher Zehn-Pfennig-Marken, auf denen mehr Sicherheit für die Kinder im Strassenverkehr gefordert wird, in Michel Houellebecqs »Elementarteilchen« entdecken wir den Bestellzettel für ein Vollkost-Frühstück.
Shakti Paqué hat ihre Zettel in einem System kategorisiert, das an Borges‘ Ordnung der Tiere denken lässt.
Überflüssiges Wissen kann man nicht schöner präsentieren. (pap.)«

 

Eine Lesung, oder Performance oder ähnliches…

Manchmal, wenn man ein Projekt für abgeschlossen hält, ergeben sich noch ganz unerwartete, neue Möglichkeiten:
Auf einer schönen Geburtstagsfeier habe ich mich mit dem Schauspieler Manuel Klein über mein Buch unterhalten und aus einer Schnapslaune heraus, zu sehr später Stunde darüber fantasiert, ob sich daraus nicht auch eine Bühnenfassung entwickeln ließe.
Schon kurze Zeit später haben sich einige aus der Autorengruppe Kaiserslautern an Texten zu einigen Fundstücken probiert und Manuel und ich haben dazu eine Performance ausgearbeitet.
Ausgewählte Fundstücke wurden zu den neu entstandenen Texten projiziert.
Eine Uraufführung fand in der Scheune des Theodor-Zink-Museums statt.

Die Performance kann als Veranstaltung gebucht werden.
Wir versprechen einen abwechslungsreichen Abend, der sich für alle Kultureinrichtungen eignet, die sich mit der Kombination von Texten und Bildern beschäftigen.

 

Eine wundervolle Veranstaltung war zum Beispiel auch am 15. Dezember 2015 »Zur Sache! Das Frankfurter Sachbuchquartett V« mit Hannelore Schlaffer, Thomas Rietschel, Felicitas von Lovenberg und Peter Kemper.

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